Ich hätte gerne mal ein paar Meinungen von euch, Thema Bildbeschreibung. Darauf wird im Fediverse ja viel Wert gelegt. Was auch sinnvoll ist, wenn ein Bild z. B. einen journalistischen Beitrag ergänzt und essentielle Informationen dazu enthält. Bei diesen Bildern ist es meistens entscheidend, WAS darauf zu sehen ist. Aber ich betreibe hier Landschaftsfotografie. Ich habe den Anspruch, nicht nur Motive abzuknipsen, sondern Bilder zu gestalten. Es geht beim Bildinhalt nicht um das WAS, sondern um das WIE: um Bildwinkel, Perspektive, Bildaufteilung, Lichteinfall und Farbe. Jeder einzelne dieser Punkte ist mindestens genauso wichtig wie das abgebildete Motiv. Manche verwenden in diesem Zusammenhang gerne den Begriff "Bildkomposition". Würde man von einem Musiker verlangen, dass er seine Kompositionen für Hörgeschädigte beschreibt, wenn er sie online präsentiert? Jedenfalls kommt es für mich nicht in Frage, in der Bildbeschreibung nur das WAS anzugeben (z. B. "ein Baum bei Sonnenaufgang"). Wenn ich ein Landschaftsfoto beschreibe, muss ich die Bildkomposition beschreiben, sonst kann ich es gleich bleiben lassen. Dadurch lade ich hier deutlich weniger Bilder hoch, als ich eigentlich zeigen könnte, weil bei jedem Pixelfed-Upload geschätzte 5 bis 10 Minuten dafür drauf gehen, das Bild so zu beschreiben, dass es sich auch jemand vorstellen kann, der es nicht vor sich sieht. Aber wem nützt das? Wer sehen kann, sieht das Bild. Wer nicht sehen kann - kann der sich überhaupt etwas unter meiner Beschreibung vorstellen? Wie seht ihr das: Soll ich weiterhin aus Pflichtbewusstsein diesen Aufwand betreiben, oder wollt ihr lieber stattdessen mehr Fotos sehen, dann aber ohne Alt-Text?
Macromaster
Hallo, ich als noch Instagram Nutzer und Makro Mensche habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass Betrachter meiner Bilder sehr oft den Text, ob Beschreibung oder Frage nicht gelesen haben.Wie es hier auf der Plattform ist, kann ich als Neuling allerdings noch nicht beurteilen.Das Bild ist auf jeden Fall Top💯